Finanzierung des Kulturtreffs gefährdet!!!

Stadt Hannover will ihre Förderung nicht mehr an gestiegene Kosten anpassen

So sieht unser Protestschreiben an den Rat der Stadt Hannover aus:

Kulturtreffs: hoch gelobt und totgespart

Vereinsgetragene Kultureinrichtungen protestieren gegen das Einfrieren der ohnehin schon unzureichenden Förderung durch die Stadt Hannover. Das ehrenamtliche Engagement der Trägervereine wird in Hannover abgestraft!!

Die Kulturtreffs in Hannover stärken die Stadtteile durch Kommunikation und Begegnung, Bildung, Unterhaltung, Vernetzung und Bürgerengagement. Sie haben für die Lebensqualität in den Stadtteilen eine große Bedeutung. Für viele Bewohner*innen führt der Weg zu einer gelungenen Integration durch das Kulturzentrum „um die Ecke“. Immer wieder wird die tragende Rolle der Kulturtreffs für den Zusammenhalt und für ein passgenaues Angebot in den Stadtteilen hervorgehoben. Dabei ist jeder Kulturtreff anders – die Einrichtungen sind so vielfältig wie die Stadtteile, in denen sie arbeiten.

Seit 1984 sind in Hannover eine Reihe vereinsgetragene Kultureinrichtungen in den Stadtteilen entstanden. Die einzelnen Einrichtungen haben sich erfreulich entwickelt, ihr Angebot ausgebaut (z.B. für Ganztagsschulen), neue Zielgruppen angesprochen (z.B. Flüchtlinge) und Kultur, Kunst und Spaß in die Stadtteile gebracht.

Dabei wurden meisten die Vereine von der Stadt Hannover finanziell mit einer Beihilfe unterstützt, zuletzt mit einem Dreijahresvertrag (2016 – 2018), durch den zwei Personalstellen und ein kleines Budget für Veranstaltungen abgedeckt sind. Diese finanzielle Grundlage bestand seit 1992 und wurde regelmäßig an die Kostenentwicklungen angepasst. Darauf konnten die Vereine jahrzehntelang vertrauen. Durch Mitgliedsbeiträge, Kursgebühren, Spenden und weitere Förderungen war es so den Vereinen möglich, die Kulturtreffs zu finanzieren.

Jetzt will sich die Stadt Hannover aus der Verantwortung stehlen und die städtischen Zuschüsse für die Kulturtreffs nicht mehr erhöhen. Alles wird teurer – nur die Kulturtreffs dürfen plötzlich nicht mehr teurer werden? Trotz steigender Gehälter und steigender Kosten? Worauf können sich engagierte Bürger*innen, die Verantwortung für ein Kulturzentrum übernehmen, eigentlich verlassen?

Sollten engagierte Trägervereine nicht Vertrauensschutz genießen, nachdem 26 Jahre lang die tatsächlichen Kosten für zwei feste Mitarbeiter*innen in den Kulturtreffs sowie ein kleines Veranstaltungsbudget von der Stadt Hannover finanziert wurden? Will die Stadt Hannover wirklich die Arbeitsplätze der Angestellten in den Kultureinrichtungen gefährden?

Ist das ein fairer Umgang mit den ehrenamtlichen Vereinsvorständen der Kulturtreffvereine?

Wir sagen NEIN! So kann die Stadt Hannover nicht mit den Kulturtreffs umgehen.

Wir fordern eine auskömmliche Beihilfe für unsere Kulturtreffs, so wie das in der Vergangenheit üblich war, damit es weiter vorwärts geht mit der Stadtteilkulturarbeit – und nicht rückwärts, weil das Geld nicht mehr reicht.

Wir Kulturtreffs wurden von der Kulturverwaltung aufgefordert eine wichtige Säule bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 zum Thema „Nachbarschaft“ zu sein. Das steht in einem krassen Widerspruch zum Ansinnen der Stadt Hannover, die Kulturtreffs ab 2019 deutlich in die Unterfinanzierung zu bringen.

Starke Stadtteile brauchen starke Kulturtreffs.

Eine Kulturhauptstadt braucht auskömmlich finanzierte Stadtteilkulturzentren.

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